Meine früheste künstlerische Erinnerung ist ein Tanzauftritt im Kindergarten in Japan. Trotzdem war es für mich immer klar, dass ich weder Tanzen noch Singen beruflich ausüben wollte, weil beides auf der Bühne stattfindet, und ich mich da nicht zuhause fühle.
Erst viel später habe ich den Beruf der Tanztherapeutin kennengelernt und bin dankbar, mittlerweile die Weiterbildung (auf der Grundlage meiner Krankenpflege-Ausbildung) beendet zu haben. Sie verbindet auf eine perfekte Weise therapeutische und künstlerische Tätigkeiten.
Neben dem Tanz begleiten mich Musik und Malerei praktisch mein gesamtes Leben – und seit 20 Jahren das Töpfern, wenn auch in unterschiedlich intensiver Form. Deshalb freue ich mich umso mehr, neben meinem Therapieraum, der sich gut für Einheiten im Paar- und Einzelsetting eignet, auch eine Töpferwerkstatt zu haben, in der sich die Künstlerin in mir ausdrücken kann.
Eine weitere meiner Leidenschaften ist das Erlernen von Sprachen, das mir vor allem in der Arbeit mit Geflüchteten gute Dienste leistet und Brücken bauen kann, selbst wenn ich von den benötigten Sprachen nur Fragmente kenne.
Ich arbeite noch daran, Mittel und Wege zu finden, mit Geflüchteten tanztherapeutisch arbeiten zu können und eine Finanzierung dafür zu finden.
Schließlich ist mir mein Glaube sehr wichtig, und ich bin glücklich, auch in meiner Kirchengemeinde in Mainz tanztherapeutisch tätig sein zu können.